Sunday, January 08, 2006

Das Götzenbild an der Zeil-Galerie

Selten habe ich so klar die Fratze gesehen, die hinter Mammon mit seinem Kapitalismus steckt. War es ein Versehen? Hat da jemand etwas mit Kunst verwechselt?

Ich war gestern auf der Zeil, und habe zur Zeil-Galerie hinüber gesehen. Dort klebte, auf zwei sich kreuzenden, roten Stoffbahnen ein überdimensionaler Kopf, durch nicht verbunden mit dem stilisierten Kleid und den ebenfalls stilisierten Flügeln. Kein kitschiger Engel, wie er in der Weihnachtszeit erwartet wird. Nein, eine Form derKarrikatur, wie man sie in Horrorfilmen erwarten würde, oder in Ego-Shootern, die sich um das Thema Dämonen und Teufel handeln würden, und in denen christliche Symbole, oder was man dafür hält, persifliert und pervertiert werden.

Da stellt sich mir die Frage, ob wir schon soweit sind, das die Macht des Kapitalismus ihr wahres Gesicht schon so offen zeigen kann? Sind wir schon so abhängig, das wir uns dem verweigern können. Vielleicht ist es so. Vielleicht erkennen die Massen aber auch nicht die Symboliken. Ich weiß es nicht.

Künstlerisch kann es jedenfalls nicht sein, denn in seiner Götzenhaftigkeit ist es wiederum nur kitschig und geschmacklos. Nur ist es eben nicht der weihnachtliche Kitsch.

Thursday, December 08, 2005

Der DAU und sein Computer

Naja DAU (Dümmster Anzunehmender User) ist übertrieben. Aber in die Richtung geht es. Da kaufen sich die Leute einen PC und wissen meistens gar nicht, welche Möglichkeiten sie haben. Das die PCs prädestiniert sind für Computerspiele, das sich hochqualitative Bilder auf dem Bildschirm betrachten lassen und das so ein PC eine verkappte Stereoanlage ist? Geschenkt. Ich nutze Meinen PC unter anderem auf alle drei Arten.

Das aber viele Nutzer mit der Speicherverwaltung zurecht kommen, das ihnen nicht bewußt ist, was eine Datei, was ein Ordner, was eine Partition ist!

Was ebenso nur wenigen Usern klar ist, das man Programme und kleine Anwendungen auf einem Computer erstellen kann. Fangen wir damit an, das auf den XP-Systemen ein Visual Basic zur verfügung steht, mit dem man einfache VB-Scripts erstellen kann. Zudem gibt es Programmiersprachen wie tcl/tk, Python, Perl, REXX, AWK und so weiter, die man sich kostenlos und legal aus dem Internet runterziehen kann. Klar man muß sich mit der entsprechenden Programmiersprache ausseinandersetzen. Aber kann man das von jemandem, der sich einen Computer kauft nicht erwarten?
Das ist ungefähr so, wie jemand, der sich ausschließlich einen Porsche Kauft, um damit regelmäßig zum nächsten Supermarkt zu fahren, und ansonsten steht das Auto in einer Garage.

Zeit ist nicht gleich Geld

Das schreibe ich nicht, weil ich Zeit für weniger wertvoll halten würde als Geld, sondern genau umgekehrt.

Zeit ist durch nichts zu bezahlen, und ungenutzte, oder schlecht genutzte Zeit ist für immer verloren. Dabei meine ich mit ungenutzer Zeit nicht mal die Gelegenheit, sich gepflegt zu langweilen, und den Kopf klar zu kriegen.
Nein, ich meine damit, das ganze Leben hinter dem Geld her zu jagen, mit dem man, wenn man es nach Jahren hat, nichts mehr anfangen kann, weil man sich verloren hat, und unfähig ist mit diesem Geld etwas für sich anzufangen. Oder die Leute, die 30-40 Jahre lang 7 Tage die Woche, 8 Stunden pro Tag einer stupiden Tätigkeit nachzugehen, um dann, mit Beginn der Rente nicht mehr in der Lage zu sein, ein gutes Buch zu lesen, Musik zu hören, oder mit der Familie ein Spiel zu spielen.

"Heute beginnt der Rest deines Lebens!" so lautet ein Titel von Udo Jürgens. Heute, und nicht in vielen Jahren. Das heißt auch, das man heute anfangen muß, sich über sich selbst klar zu werden. Was bin ich, und wie soll mein Weg sein? Darüber sollte man sich ständig im klaren sein. Was für eine Welt will ich, und bin ich bereit, die Konsequenzen zu tragen, wenn ich in eine unhaltbare Situation komme. "Man muß ständig in der Bereitschaft leben, seinen Job zu kündigen, um woanders neu anzufangen" So urteilt ein Pressesprecher in dem Roman "The Moneychanger" von Arthur Hailey, und so äussert sich der Prokurist Willy Hesselbach in der gleichnahmigen Serie "Die Familie Hesselbach". In "Das Apartement" ringt sich der Protagonist C.C. "Buddy-Boy" Baxter am Ende des Films dazu durch. Er befolgt den Rat seines Nachbarn, er will ein Mensch werden.

"Es ist alles nur geliehen" lautet ein Lied, das von Franz Grothe und Heinz Schenk stammt, und das von Heinz Schenk gesungen wird. Ja, alles was wir an materiellen Dingen sammeln oder zusammenraffen, bleibt nach unserem Tod zrück. Es wird verteilt, weggeworfen. Nichts bleibt übrig. Und wenn die Sonne in 5 Milliarden Jahren sich Ausdehnt, spätistens dann werden alle Zeugnisse der Menschheitsgeschichte auf ewig verloren gegangen sein, zerstört, kaputt, weg.

Niemand wird sich dann erinnern, das es je Menschen gab. Was bleibt also? Die Hoffnung, das es eine Existenz nach dem Tod gibt, und sich weiterzubilden, in Kultur, in Naturwissenschaften und Mathematik, in Philosophie. Und es bleibt, sich einen Standpunkt zu bilden, über sich selbst, über die Umwelt, über vieles andere.


Hier noch ein paar Literaturempfehlungen:

  • C. S. Lewis - Die große Scheidung
  • C. S. Lewis - Flucht aus Puritanien
  • C. S. Lewis - Die Perelandra Trilogie
  • C. S. Lewis - Die Narnia-Reihe

Friday, November 18, 2005

Es gibt zuviele Menschen!

Das mag sich jetzt bösartig anhören, aber es gibt zu viele Menschen. Warum? Weil Menschen Resourcen brauchen, und nicht nur das, sondern auch eine gewisse Lebensqualität.

Es gibt genügend Energie, dafür sorgt die Sonne. Aber dies von der Sonne bereitgestellte Energie muß erst von Pflanzen so umgewandelt werden, das der Mensch, und jedes andere Tier, davon profitieren kann. Aber das reicht nicht, denn der Mensch will ja nicht undifferenziert alles konsumieren, was da wächst, und ausserdem will er auch mal Fleisch essen (jedenfalls die meisten Menschen). Was haben wir also? Lebensraum für den Menschen, Pflanzen von denen sich der Mensch und die Tiere ernähren, Pflanzen von denen sich die Tiere ernähren, und die unumgängliche grüne Lunge, die gleichzeitig zur Regenerierung der restlichen Pflanzen benötigt wird. War es das jetzt?
Nein, das war es immer noch nicht. Der Mensch braucht einen Unterschlupf, Gegenstände die seinen Status repräsentieren (Luxus und Konsum), und vieles mehr. Das bedeutet, das von der "grünen Lunge" Holz gebraucht wird, als Baumaterial, für Möbel, als Brennmaterial für Tonprodukte, zur Metallgewinnung, zur Veredlung pflanzlicher und tierischer Stoffe. Das lässt sich noch eine ganze Weile so weiter führen.
Bei wenigen Menschen ist das kein Problem. Je mehr Menschen aber existieren, desto geringer wird die durchschnittliche Lebensqualität der Menschen. Bei den Lebensmitteln kann man das schon feststellen. Wo viele Anbieter sind, da geht der Preis in die Knie, und damit die Qualität der Lebensmittel. Ausserdem sorgen viele Menschen dafür, das mehr Energie "verbraucht" wird, als durch die Umwandlung von Pflanzen wieder herein gebracht wird.
Wir haben "Glück", wir haben einen großen Vorrat an fossilen Brennstoffen. Aber dieses Glück wird dann umspringen, wenn diese fossielen Brenstoffe zur Neige gehen. Und was sind die fossilen Brennstoffe anderes als hochveredelte Produkte.

Gerade die höhere Lebensstandard in den Ländern der so genannten ersten Welt bewirkt, das eine Bevölkerungsdichte von z.B. 80 Millionen Menschen in Deutschland, immer noch zu hoch ist, was der prophezeite Bevölkerungzurückgang ja Rechnung trägt.

Denn der Mensch ist ja nicht vom Rest der Natur abgekoppelt. Streß, schlechtere Lebensbedingungen, sinkende Lebensqualität, gesteigertes Bedürfnis nach sich selbst, ... sorgen dafür das die Geburtenrate zurück geht. Für viele Deutsche wird das möglicherweise ein unwürdiges Lebensende bedeuten. Nichtsdestotrotz ist es ein gesunder Prozess, der irgendwann sein Ende finden sollte. Das Deutschland nicht isoliert dasteht, zeigt sich auch an dem Zurückgehen der Geburtenrate in den anderen Ländern.

Ein weiteres Zeichen der Überbevölkerung zeigt sich an den üblichen Verdächtigen wie Aids, Grippe, Typhus, Cholera und anderen Krankheiten. Gerade die Grippe scheint ja die Seuche nummer eins zu sein. Aber auch Aids ist nicht harmlos. Der weltweite Sextourismus, die nachlässige Haltung eines Teils der Schwulenbewegung (Mit Aids kann man ja, mithilfe von Medikamenten gut leben). Der gesteigerte Wunsch Drogen zu konsumieren.

Es zeigt sich hier und an vielen Stellen, das es zu viele Menschen gibt. Wer lesen kann, der sieht es überall.

Natürlich haben die einzelnen Dinge unterschiedliche Ursachen, aber letztlich gibt es nur den einen Grund: Die Überbevölkerung.